Brief an Herrn OTL Florian Scholz
Werter Herr Oberstleutnant Scholz, hier meldet sich der Stabsarzt der Reserve Prof. Dr. Winfried Stöcker, der seinen Wehrdienst in den Jahren 1975 und 1976 in Lauda bei der Luftwaffe mehr als erfolgreich abgeleistet hat, als Staffelchef. Vor ein paar Tagen habe ich mich ein wenig despektierlich geäußert, wollte allerdings nicht Sie und Ihre Kameraden treffen, die Jünger von Richthofen und Udet, sondern das Ministerium für Verteidigung, das meiner Bitte nicht Folge leisten wollte, ein gutes Wort bei der Regierung Schleswig-Holsteins für den Flughafen Lübeck einzulegen.
Unser Platz wird von den Verkehrspiloten als gefährlich eingestuft und in seiner Entwicklung behindert, weil im Nordosten die Rollbahn nur bis zur Mitte der Landebahn reicht. Wir dürfen sie nicht bis ans Ende ausbauen, weil dort vor kurzem, motiviert durch rot-grünen Wahnsinn, die winzigen für den Ausbau erforderlichen Flächen bösartig und verschlagen in das umliegende Naturschutzgebiet einbezogen und „nach Brüssel gemeldet“ wurden. Das waren nur wenige Quadratmeter, aber der Wunsch der Lübecker Bevölkerung von 2012 zu Erhaltung und Ausbau des Flughafens wurde missachtet, weil ein paar grüngefärbte und Demokratie-feindliche Erpresser den Flughafen liquidieren wollen.
Die überaus leisetreterisch besetzte und inkompetente Landesregierung wird ihrer Pflicht nicht gerecht, die Angelegenheit für die Region zu regeln. Vom Ministerium für Verteidigung kam vor ein paar Wochen die Nachricht, dass man sich nicht für uns einsetzen wolle, obwohl auch das Militär von der geringfügigen Maßnahme erheblich profitieren würde, denn im Kriegsfall wollen Sie bestimmt Ihre tollen Kampfflieger bei Bedarf alle 15 Sekunden starten lassen. Also tragen Sie mir nichts nach, Ihre fliegende Truppe hat meine volle Sympathie, nicht Ihr Ministerium.
Mit freundlichen Grüßen!
Prof. Dr. med. Winfried Stöcker