Europa: Eine Hegemonial-Union?
Passat-Dialog „Europa denken, Demokratie stärken“
Dienstag, 21. Juni 2026 im Maritim Strandhotel Travemünde
Die Stadt Lübeck hat am 21. Juli 2026 zu ihrem „Passat-Dialog“ eingeladen, im Rahmen der Travemünder Woche 2026. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Herrn Bernd Jorkisch, Doyen des Konsularkorps Schleswig-Holstein, es folgten zwei Impulsreferate der Generalkonsulin von Polen Aleksandra Krystek-Biernacka und der Generalkonsulin von Frankreich Lorène Lemor. Daraufhin wurde diskutiert: Stefan Studt (Europa-Union), Dr. Detlef Puhl (Senior Advisor NATO) und Jan Lindenau (Bürgermeister Lübeck).
In der Diskussion wurde die Freundschaft zwischen Frankreich, Polen und Deutschland hervorgehoben – daran gab es natürlich nichts zu bemängeln. Aber man hat sich zur Aufforderung verstiegen, dass von diesen drei Ländern der weitere Einigungsprozess Europas ausgehen solle. Für mich die gleiche Dummheit, die vor einigen Jahren der französische Präsident Macron und die Deutsche Kanzlerin begangen haben, die gemeinsam den europäischen Einigungsprozess anführen wollten! Dass dadurch der Austritt Englands aus Europa provoziert wurde, haben die Diskutanten, darin stellvertretend für die aktuell traumtänzerisch regierenden Politiker, nicht begriffen, die die übrigen Länder wieder vor den Kopf stoßen würden.
Europa kann nur ein freiwilliger Zusammenschluss gleichberechtigter Länder sein. Jedes Land trägt so viel bei, wie es will und kann, seine Geltung darf nicht von der Größe abhängen, und die Vielfalt muss erhalten und gefördert werden. In einer meiner Heimatstädte hat man in der Peripherie zwei große Einkaufszentren eingerichtet, das auf Vielfalt begründete städtische Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen, fast alle Einzelgeschäfte wurden geschlossen. Wenn Sie zwei unterschiedlich große Seifenblasen mit einem Strohhalm verbinden, verschwindet die kleine Blase, bis ihre Krümmung so flach wird, wie die der großen Blase.
Dass wenige Länder in Europa dominieren sollen, ist der gleiche Unsinn wie die Erfindung eines von Hamburg angeführten „Hansebelts“. Es wäre ein Fehler, die beiden großen Nordstaaten Deutschlands mit Hamburg zusammenzuschließen. Auch im Wirtschaftsleben wird man in der Regel keine gemeinsame Sache mit seinem Konkurrenten machen, sondern versuchen, ihn zu übertrumpfen – Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert den Fortschritt. Nein, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein müssen sich vereinigen und sich gegenüber Hamburg behaupten.
Denken Sie an die Geschichte „Katz und Maus in Gesellschaft“. Denken Sie an die Windkraft-Messe, die Hamburg vor einigen Jahren der Stadt Husum abgeluchst hat. In unserem Diagnostika-Geschäft würde ich doch niemals mit einem Pharma-Riesen zusammenarbeiten, der würde sich unsere Betriebsgeheimnisse abschauen und uns die attraktiven Aufträge wegschnappen. Wenn sich ein Unternehmen im Norden ansiedeln will, dann kriegt Hamburg über den Hansebelt-Verbund alles mit, und zieht die appetitlichsten Happen zu sich herüber.
Ich habe bei Gesprächen mit mehreren unserer Ministerpräsidenten immer wieder vorgeschlagen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu vereinigen und einen Nordstaat zu gründen. Da passen Struktur und Interessenlage. Natürlich mit Lübeck als Hauptstadt, weil Kiel für den Osten zu weit weg ist. Aber die Ministerpräsidenten wohnen immer in der Nähe von Kiel, und wollen es nicht so weit zu ihrem Schreibtisch haben. Dabei wäre Lübeck in jeder Hinsicht die attraktivere Hauptstadt, mit der großartigen Tradition als Königin der Hanse, mit einem schönen Regionalflughafen, und beide Länder bekämen durch den Zusammenschluss mehr Gewicht, bei halbiertem Aufwand fürs Regieren.
Großen Applaus bekam Bürgermeister Lindenau für seinen Vorschlag, die Grenzen Europas besser zu sichern (und damit unerwünschte Einwanderung zu unterbinden). Für Meinungsäußerungen in dieser Richtung habe ich seit Ende 2014 viel Prügel beziehen müssen, nicht nur vom Präsidium der Lübecker Universität. Man kann hoffen, dass endlich wieder Vernunft einkehrt.
Winfried Stöcker
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Stöcker,
über die Jahre habe ich Ihren Einsatz und das Rückgrat, das Sie dabei immer wieder gezeigt haben, am Rande verfolgt.
Ihnen hier meine Meinung dazu darzulegen, hieße, Eulen nach Athen zu tragen.
Unsere Demokratie und unsere freiheitlichen Grundwerte werden seit Jahren mit Füßen getreten. Eine andere Meinung zu haben – sei sie auch noch so fundiert –, grenzt an Hochverrat und wird öffentlich geahndet: durch Rufmord in den öffentlich-rechtlichen Medien und durch die willfährige Presse.
Thilo Sarrazin sei hier stellvertretend genannt; die Liste ist lang.
Der „dumme Staat“, wie Sie ihn in Ihrem Interview mit Tichys beschrieben haben, hat uns seit Beginn von COVID unzählige Milliarden gekostet. Angefangen bei den explodierenden Preisen, gegen die unsere Politik nur ein Achselzucken parat hat.
Die steigende Zahl der Insolvenzen und das Sterben der Innenstädte stören die Verantwortlichen nicht. Dass man sich mittlerweile in vielen Zentren nicht mehr wie in Deutschland fühlt, sondern wie auf einem Basar im Nahen Osten, scheint ebenfalls niemanden zu stören.
Sarrazin schrieb: „Deutschland schafft sich ab.“
Wir hatten in den letzten Jahrzehnten nur Regierungen, denen es wichtig war, gewählt zu werden – der Wähler, der geschätzte Souverän. Nach der Wahl hieß es dann offenbar: „Man kann doch die Meinung des (rechten) Pöbels nicht ernst nehmen und danach regieren.“
Verachtung für unser Land hemmungslos zeigten
Nur zwei Beispiele:
Eine Roth:
https://www.youtube.com/watch?v=zkOdYjRx1-E
Eine Merkel, die entnervt die deutsche Fahne entfernt:
https://www.youtube.com/watch?v=Yoe3sfhXE1c
Der offensichtliche Wille der Mehrheit wird nach der Wahl durch dubiose Koalitionsvereinbarungen untergraben.
„Deutschland schafft sich ab.“
Ich fürchte, Deutschland hat es bald geschafft.
Bleiben Sie, Herr Prof. Dr. Stöcker, Deutschland gewogen.
Mich selbst hat ein Zwischenfall in Schockstarre versetzt. In der Folge musste ich durch dieses System den Ruin erfahren. Leider hatte ich nicht Ihren Hintergrund.
Vor Ihrem Einsatz für unser Land und Ihrer Standhaftigkeit ziehe ich mit Hochachtung den Hut!
EINSPRUCH, Euer Ehren! Man muss nicht unbedingt Konservativer sein, um gegen Veränderungen zu sein, aber Identitäten (daram handelt es sich) sollten erhalten bleiben. Die Verwaltung kann auch reduziert werden, ohne dass Grenzen verschoben werden.
Und dann die Konsequenzen in Bezug zu den Wahlergebnissen: In einem gemeinsamen „Nordstaat werden die politischen Verhältnisse auf Jahrzehnte fortgeschrieben (dh. die AfD verbleibt in der Opposition).
Mein lieber Winfried,
jetzt weiß ich gar nicht,
was ich zuerst kritisieren kann.
Jan Lindenau?
Nein, ein Bürgermeister, der von
Lübeckern wieder gewählt worden ist,
die sich nicht informieren,
geschweige sich mit der Lage in unsere Stadt/Land
auseinander setzen möchten.
Schon fürchterlich genug, da er nur sein Weiterkommen sieht und
nicht die schwere Situation in Lübeck sieht.
Auch Günther Gabriel!
Es sind Egoisten, die nicht Deutschland voranbringen wollen,
sondern nur sich selbst.
Lieber Winfried,
in Gedanken bei dir und sende dir die Kraft,
die du benötigst um weiter deinen Weg zu gehen.
Und du die Kraft und Mittel hast unserem Heimatland
weiter zu helfen.